Die BILD-Zeitung titelt "Killer-Käse aus Österreich tötet 6 Menschen", wie unter anderem die "Kleine Zeitung" heute berichtet. Tourismus und LebensmittelhändlerInnen fürchten jetzt um ihren Ruf und ihr Geschäft mit den Deutschen. Und Schuld ist - man glaubt es kaum - die unzureichende Lebensmittelkennzeichnung! Denn der Käse wurde nur mit Österreichischen Namen verkauft, aber es ist kein Tropfen steirische Milch darin enthalten. Vielmehr wird der Topfen für den "Hartberger Bauernquargel" aus Deutschland geliefert.
Es klingt also steirisch, es wird in der Steiermark endverpackt - aber das keine steirische Milch enthalten ist, damit rechnet niemand.
Der Imageschaden tritt in diesem Fall die Lebensmittelindustrie selbst. Doch sie ist selbst schuld - täuscht sie doch bewusst die Konsumentinnen und Konsumenten. In den Produkten ist oft einfach nicht das drin was draufsteht (z.B. verdient ein Produkt das nur 4,5 % Erdbeeren enthält, wohl kaum den Namen Erdbeertraum).
Eine Einführung der sogenannten „Ampelkennzeichnung“ von Lebensmitteln, wie sie bereits in Großbritannien verwendet wird, ist leider EU weit nicht durchführbar weil die Lebensmittelindustrie diese als Bedrohung wahrnimmt und sich dagegen wehrt. Deshalb schlage ich einen „grünen Wahrheitsdaumen“ vor. Dieses Gütesiegel soll Produkte kennzeichnen bei denen „das drin ist was auch draufsteht“.



4 Kommentare
Peter, 18. Februar 2010 # | melden
ich möcht gar nicht wissen was wir alle kaufen .
Darum ist für mich unausweichlich das endlich wieder Kaufhäuser im Ort Produkte vom Ort verkaufen.
Leider gibts das halt fast nicht mehr und es macht auch keiner was .
Wir lassen schon viele Möglichketen aus die Wirtschaft wieder zu erbessern.
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Angela, 18. Februar 2010 # | melden
Martina Schröck, 3. März 2010 # | melden
Auch die Produkte mit dem offiziellen Fairtrade-Logo haben eine sehr gute Qualität! |
Martina Schröck, 3. März 2010 # | melden
Auch die Produkte mit dem offiziellen Fairtrade-Logo haben eine sehr gute Qualität! |